„Man sagt, dass er zu lange Mittagspausen nehmen würde“: Über Zeitbezug und Akzeptanz der Fügung würde + Infinitiv als Indikator für die indirekte Rede
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https://hdl.handle.net/11250/3175328Utgivelsesdato
2023Metadata
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Letnes, O. (2023). „Man sagt, dass er zu lange Mittagspausen nehmen würde“: Über Zeitbezug und Akzeptanz der Fügung würde + Infinitiv als Indikator für die indirekte Rede. Studia Germanica Gedanensia, 49, 81–92. https://doi.org/10.26881/sgg.2023.49.06Sammendrag
Die vorliegende Studie untersucht, mit einer Informantenbefragung als empirischer Basis, den Zeitbezug der Fügung würde + Infinitiv als Indirektheitskonjunktiv. Es wird nach möglichen Korrelationen zwischen dem Zeitbezug der Fügung und der Aktionsart des Infinitivverbs, dem Tempus des Verbum dicendi sowie der Wortstellung des indirekten‑Rede‑Teils gesucht. Nichtzukunftsbezug kommt im Allgemeinen öfter vor als in der Fachliteratur beschrieben, wobei die Korrelation Atelizität:Nichtzukunftsbezug besonders hoch ist. Korrelationen zwischen dem Zeitbezug und anderen grammatischen Kategorien sind weniger signifikant. Im Aufsatz kommen auch die persönlichen Haltungen der Informanten zum Gebrauch und Akzeptanz der würde + Infinitiv‑Fügung zum Ausdruck.